Home – die Geschichte einer Reise!
// Juli 31st, 2011 // 2 Comments » // Allgemein
Ich habe eine Reportage gesehen die (meiner Meinung nach) von allen Menschen (die die Möglichkeit dazu haben) gesehen werden sollte! Ich möchte auch garnicht viel dazu schreiben außer: nehmt Euch Zeit diesen Film zu sehen! Mich hat er in jedem Fall schwer zum Nachdenken gebracht! Natürlich wird wieder einmal der ordentliche Pessimist mit einem “wir können doch eh nichts daran ändern” antworten. Jedoch stelle ich die Frage ob es immer das Auto sein muss? Ob man jeden Tag Fleisch, Fisch, Geflügel auf dem Tisch haben muss? Jeder kann einen kleinen Teil dazu beitragen damit unsere Erde noch lange so bestehen bleibt wie wir sie kennen…
Beschreibung:
Wir leben in einer alles-entscheidenden Zeit. Wissenschaftler sagen uns, wir hätten nur 10 Jahre um unsere Lebensweise zu ändern, um das Aufzehren von Rohstoffen zu verhindern und um eine katastrophale Entwicklung des Weltklimas zu verhindern. Jeder Einzelne muss an dieser gemeinsamen Anstrengung teilnehmen ; und um so viele Leute wie möglich darauf aufmerksam zu machen, habe ich den Film HOME gedreht.
Damit der Film die größt-mögliche Verbreitung erhält, muss er um sonst sein ; unser Sponsor, die PPR Gruppe hat dies ermöglicht. EuropaCorp, der den Vertrieb sicherstellt, hat sich bereiterklärt, keinen Gewinn aus HOME erwirtschaften zu wollen, weil der Film nicht auf wirtschaftlichen Erfolg angelegt ist.Ich hätte gerne, dass HOME auch Ihr Film wird. Verteilen Sie ihn weiter. Und handeln Sie.
Yann Arthus-Bertrand.
Klickt unten in der Leiste (da wo auch Play usw. zu finden ist) auf CC um einen deutschen Untertitel zum Film zu bekommen!
Link: Home – die Geschichte einer Reise
Liebe Grüße
90 Kilometer, 4 Tage, 1 Cache… Teil2
// Juni 14th, 2011 // 5 Comments » // Allgemein
Der Tag der Abreise konnte also kommen. Das Zelt war verstaut, die Schlafsäcke, Isomatten, das Essen, der Kocher, Nahrung, Spiritus, Wasser, und und und! Jetzt kann ich es schon sagen: mir war in der Nacht vor dem Trip richtig schlecht… ich habe mir nicht zugetraut eine solche Strecke zu laufen! Auch habe ich nicht geglaubt das meine Freundin (die ja noch weniger wandert als ich) die Strecke läuft. Wir dürfen nicht vergessen das wir hier von einer Strecke von 90 Kilometern sprechen. Das ist nicht der kleine Wandermulti von 3 Kilometern durch den Stadtwald! Apropos Wandermulti! Man ist ja bekanntermaßen Cacher (ich weis nicht wie es mit Euch so ist aber ich würde mich schon da in die Ecke stellen :D) und da guckt man dann auch mal ob es auf der Strecke EVENTUELL auch den einen oder anderen Cache gibt den man finden kann (das war jetzt genau 12 Stunden vor Abfahrt…) und stellt dann mit erschrecken fest das es einen gibt „Felsenland Sagenweg“ (GC1WD06). Ein Cache über knapp 90 Kilometer… mit sage und schreibe 31 QTA Stationen + Final. Wenn man schon mal da ist… Ich wollte ja erst auf dem gesamten Sagenweg nur ein paar einzelne Döschen einsammeln, so hatte ich dann gleich noch einen Wanderführer UND eine Motivation… Ich wollte diese Dose finden!
Am ersten Tag ging es also dann in Dahn los, nachfolgenden Cachern kann ich nur empfehlen sich die Broschüre „Sagen und Legenden am Sagenweg“ in der heimischen Touristik Info zu besorgen (Kostenpunkt 3,50). Mit dieser Bröschüre macht das Wandern noch mehr Spass denn man weis warum der „Jungfernsprung“ so heißt, was es mit dem „Wachtfelsen“ auf sich hat und was zu tun ist wenn man einer „Elwetritsche“ über den Weg läuft. Hier möchte ich noch mal an den ersten Artikel erinnern. Genau dafür mache ich doch Urlaub… um die Dinge der Umgebung kennen zu lernen, um etwas über das Land zu lernen in dem ich mich befinde. Damit ich verstehe was die Leute in diesen Breiten sich so erzählen. Der gemeine Tourist fährt am „Jungfernsprung“ vorbei, quittiert alles mit einem „Netter Stein“ und vergisst es auch schon wieder. Wer liest behält das gelesene länger im Kopf!
Es war echt eine Qual, das Thermometer zeigte 26 Grad, die Luftfeuchtigkeit war unerträglich hoch und der Rucksack war nach den ersten 100 Metern doch schwerer als erwartet, dennoch gab es einen Weg zu gehen! Man kann ja nicht vorher in Twitter große Töne spucken das man den Sagenweg läuft und dann doch den Schwanz einziehen… Der Weg führte uns zum Jungfernsprung, einem gewaltigen Felsen in Dahn, zum ersten mal setzte ich den Rucksack ab, langsam fand ich Gefallen an dieser Quälerei denn der Blick der sich mir bot entschädigte schon für viel! Wir waren (wie es die meisten Cacher wohl kennen) natürlich fast ausschließlich Berg auf gegangen, dementsprechend lag Dahn nun zu unseren Füßen und zum ersten mal keimte zumindest etwas Hoffnung in mir auf diese Wanderung doch bis zum Ende zu laufen.
Wie ich schon am Anfang sagte kann ich nicht auf jeden Ort einzeln eingehen, das würde auch einfach zu viel! Der Jungfernsprung blieb mir auch nur so in Erinnerung da es der Anfang war, ein Highlight was mir kurz nach dem Start zeigte das es sich lohnt diesen Weg zu laufen!
Gesehen haben wir eine ganze Menge, die Felsformationen im Pfälzerwald die sich Meterhoch auftürmen und abstrakte Formen annehmen begleiteten uns auf der gesamten Reise, wir liefen durch den Wald, bogen um die nächste Ecke und schon standen wir wieder vor einer solchen „natürlichen Statue“. Klar gibt es hier im Sauerland auch Felsformationen (siehe Pater und Nonne), aber in dieser Fülle habe ich sie bisher selten gesehen und jedes mal blieb ich stehen und staunte ob der „natürlichen“ Schönheit! Hier seien besonders die Felsen „Jungfernsprung“, „Sängerfelsen“, „Wachtfelsen und die Formation „Braut und Bräutigam“ genannt, letztere ließen mich besonders staunen!
Auch Burgen gab es einige, vielmehr waren es Ruinen. Wer mich kennt weis das ich ohnehin ein Fan mittelalterlicher Geschichte bin, hier bot sich Geschichte zum anfassen! Gleich am ersten Tag kamen wir an der Ruine „Neudahn“ vorbei, diese wurde jedoch (wie alle anderen Ruinen der Tour) durch die Ruine „Altdahn – Grafendahn – Tanstein“ in den Schatten gestellt. Hier wusste ich dann definitiv das ich die Tour laufen MUSS! Ich war voll in meinem Element und hatte glaube ich von dem Moment an (als wir von der Ruine abstiegen) ein grinsen im Gesicht (welches von diversen Steigungen und Flüchen gelegentlich allerdings erlosch). Diverse Ruinen kamen mir auch durch die bereits gelaufene „7 Burgentour“ schwer bekannt vor, was nicht heißen soll das sie weniger interessant waren. Ich habe sicherlich noch Dinge gesehen die ich bei meinem ersten besuch nicht wahrgenommen habe.
Landschaftlich war es (wie von mir erwartet) auch sehr schön! Es ging nicht nur über Waldautobahnen sondern eben auch über Singletrails diverse Berge und Felsen hoch um dann auf Bergrücken mit gewaltiger Aussicht belohnt zu werden. Selten fühlte ich mich der Natur so nah wie auf diesem Trip! Man hörte weder den Lärm von Autos noch Flugzeuge, schreiende Kinder oder Wandergruppen. Es war die absolute stille die mich faszinierte. Hier und da durchbrochen von dem Gesang einzelner Vögel oder durch die Arbeit eines Spechts, toll! Auch hier fiel mir wieder auf das der Wirtschaftswald den wir in Deutschland zu Hauf vorfinden mit überschreiten der Grenze abklingt und man in ganz anderen Waldgebieten steht. In Frankreich wirkt der Wald einfach ein Stück weit „Wilder“. Nichts steht in reih und Glied und wenn mal ein baum umgefallen ist wird er eben liegen gelassen, hier sind uns die Franzosen vielleicht sogar ein Stück weit voraus und das nicht nur was die natürliche Schönheit angeht!
Die Menschen im Bereich Pfälzerwald waren der Hammer! Egal wo wir lang liefen, wir wurden mit offenen Armen, Gastfreundschaft, Interesse, Wehmut (dazu gleich mehr) und einer Freundlichkeit empfangen die ihresgleichen sucht! Man fragte uns nicht nur einmal ob wir Wasserflaschen hätten die man auffüllen könne, gab uns gleich kostenlos eine neue Flasche Wasser im tausch gegen die leere oder lud uns auf dem einzigen Campingplatz auf dem wir waren zum Grillen ein, das habe ich noch nie erlebt, ganz neu, aber genial! Auf dem Campingplatz sprach uns auch eine ältere Dame an die wohl schon alle Kontinente bereist hatte. Sie erzählte uns das sie es ja bewundern würde wenn man ein Land mit Rucksack bereist, man sieht mehr, erfährt mehr und wird ganz anders wahrgenommen wie der Pauschaltourist, könne sie noch einmal die Reisen machen würde sie es wohl auf unsere Art tun! Ich habe jetzt noch Gänsehaut wenn ich an das Gespräch denke, auch hier fand ich wieder Bestätigung das „unsere“ Art der Reise genau das richtige war!
Jedoch gab es nicht nur Glanzzeiten. Ich habe schon das eine oder andere mal eine Dusche vermisst (die meisten Seen an denen wir vorbei liefen waren nicht mehr wie Tümpel, brackige Tümpel…) und auch sonst wäre mal Wasser aus der Wand ganz schön gewesen! Auch hat mich nach 3 Tagen Marsch der ewig gleiche Einheitsbrei (das Essen schmeckt nun mal anders als daheim und zwar nicht immer besser) wirklich genervt, im nachhinein vermute ich einfach das ich zu verwöhnt bin was das angeht
. Das waren aber auch schon die einzigen beiden Punkte die mir auf Anhieb einfallen…
Ich habe auf dieser Reise Respekt vor der Natur gelernt! Zum einen lag ich des Nachts im Zelt als plötzlich ein Gewitter über uns hinweg zog. Erst dachte ich es zieht vorüber, dann jedoch wurde es Ohrenbetäuben! Die Blitze zuckten, der Donner ließ das Zelt wackeln und der Regen war so laut das man sein eigenes Wort nicht mehr verstand, ich gebe zu das ich in dem Moment (es war nun mal weit und breit keine Menschenseele) richtig Schiss hatte. Da bekommt man dann mal einen Blick zur Natur den man Daheim im warmen Kämmerchen wahrscheinlich nie so wahrnimmt. Zum anderen wurde ich ob der „natürlichen Schönheit“ hier und dort schier erschlagen. Es gab mir irgendwie ein Stück Freiheit…
Der Regen hörte auch den Morgen über nicht auf, ich war am Ende, genervt und vor allem Nass bis auf die Knochen! Wir stapften eher Lustlos die nächste Anhöhe hoch und schauten über die dampfenden Wälder, dann jedoch fiel der entscheidende Satz „weiste das wir es geschafft haben? Letzte Station!“. Sofort wich dem langen Gesicht ein Grinsen! Ich hätte fast den Rucksack in den Schlamm geschmissen, habe mir das ob der Tatsache das es nicht meiner war aber dann gekniffen und mich einfach so gefreut! Jetzt ging es ans zusammenzählen, ausrechnen, abgleichen… alles passte! Es ging zur Dose welche ich schnell in den Händen hielt.
Noch einmal überlegte ich was ich alles gesehen hatte, erlebt habe, was für eine Zeit es war, welche Menschen ich sah und mit wem ich sprach. Ich vermute das ich in dem Augenblick ein ganzes Stück gewachsen bin! Ich hatte einen Geocache gefunden der voraussetzt das man 90 Kilometer läuft… einen Cache der mir ewig in Erinnerung bleiben wird! Ein Cache der mir mehr gegeben hat als nur den Punkt auf einer Homepage. Ein Cache der mich der Natur ein Stückchen näher brachte!
Mit Tränen in den Augen signierte ich das Logbuch, (es kann auch Wasser gewesen sein…) schrieb ich einen nichtssagenden Satz ins Logbuch, haute meinen Stempel hinein und dachte mit Freude und Wehmut an das was hinter uns lag. Danach verstaute ich alles wieder ordentlich, tarnte das Versteck und musste einsehen das unsere Reise hier ein Ende hatte…
DAS ist Geocaching!
Basti
Die komplette Bildserie findet Ihr hier: Flickr
PS: ich entschuldige mich das es kein reisebericht im eigentlichen Sinne ist, es wird eher von meinen Gefühlen geleitet, man kann so was aber auch nicht nüchtern schreiben! Menschen die die 7 Burgentour gelaufen sind werden verstehen was ich mein!
PPS: Die Rechtschreibung ist mir ausnahmsweise mal recht Wurscht
90 Kilometer, 4 Tage, 1 Cache… Teil1
// Juni 14th, 2011 // No Comments » // Allgemein
Wo fängt man an wenn man einen Cache gemacht hat der einen 90 Kilometer durch wunderbare Natur geführt hat? Wie erklärt man dem Menschen der es nicht selbst gemacht hat was man alles gesehen hat? Wie beschreibt man seine Gefühle wenn man selbst nicht immer alles so einordnen kann wie man es gerne würde? Am besten fängt man von vorn an, arbeitet langsam alles ab und hofft das die Dinge die manschreibt interessant erscheinen! Ich werde nicht auf alles eingehen was wir gesehen haben, dafür waren es einfach zu viele Eindrücke! Wer wirklich die volle Bandbreite erfahren will der möge sich mit einem Weizen (und einem Cola Weizen für mich :D) auf einem Event bei mir melden und viel Zeit mitbringen!
Die Planungen für diesen Cache waren gelinde gesagt lächerlich. Wir (meine Freundin und ich) hatten eigentlich geplant ein paar schöne Tage auf einem niederländischen Campingplatz an der Nordsee zu verbringen. Für mich sind es einfach diese 0815 Urlaube wie man sie immer haben kann. Man baut sein Zelt auf, guckt sich die Umgebung an, sammelt 2-3 Döschen ein und lässt sich die Sonne auf den Pelz scheinen. Nun frage ich mich bei solchen Urlauben immer was ich von der Umgebung gesehen habe? Ich habe die Touristischen Highlights abgearbeitet, durch die eine oder andere Dose noch ein schönes Örtchen kennen gelernt aber nicht wirklich über den Tellerrand geschaut! Wie leben die Menschen an einem solchen Ort? Was sind lokale Bräuche? Wo gehen die Einheimischen hin um etwas zu sehen? Was Essen sie? Das mögen einfache Fragen sein aber genau DAS macht einen Urlaub für mich aus! Ich möchte das Land (die Umgebung) in der ich mich bewege bewusst wahrnehmen, erleben und kennen lernen. Da ist es mit einer Stadtrundfahrt nicht getan und auch der Fremdenführer zeigt mir lang noch nicht alles! Ferner ist man dermaßen unflexibel das mir allin die Tatsache schon immer unangenehm aufstößt! Man mietet sich 2 Wochen eine Ferienwohnung oder einen Zeltplatz, bucht nen Hotel oder quartiert sich in einem Apartment ein. Gefangen im Urlaub, Pauschaltourismus!
Wir sahen eine Reportage über die Vogesen, Naturpark Pfälzerwald / Nordvogesen, Deutschland! Meine Freundin bekam glänzende Augen „oder doch da hin?“! Für mich stand der Entschluss eigentlich schnell fest… NATÜRLICH da hin! Man ist flexibel (Backpacker), sieht eine ganze Menge, schaut über den Tellerrand, kommt mit Menschen in Kontakt und ist eben NICHT die Nummer 128563 am Buffet!
Gut, nun stellte sich die Frage was es noch zu besorgen galt. Klar musste für meine Freundin noch eine gescheite Hose her und auch ein Top für einen solchen Trip will besorgt sein (wenn das jemand mit nem baumwoll T-Shirt machen möchte gut, ich wünsche viel Vergnügen). Hier sollte man anmerken das wir noch genau 4 tage Zeit hatten bis es los ging. Auch ein zweiter Rucksack (65 Liter) konnte organisiert werden und diverser Kleinkram (den es beim Outdoorausstatter meines Vertrauens zu Hauf gibt) kam auch noch mit in die Einkaufstüte. So hatten wir dann hinterher allerlei Krims und Krams zusammen (wovon ich NICHTS mehr abgeben möchte) und es ging nun an die Nahrungsmittel.
Was nimmt man mit wenn man sich 4 Tage durch die Vogesen bewegt, wenn man nicht genau weis ob es nun einen Supermarkt auf dem Weg gibt oder nicht, wenn es schmecken soll, nicht zu viel wiegen darf und auch noch umfangreiche Nährwerte abdecken soll? Klaro… Babynahrung, einzeln verpacktes Brot, eine Trangia Dose voll mit diversen Aufstrichen und Kleinkram (etwas Luxus darf schon sein!), Milchpulver, Müsli, Trockenobst, ein paar Asiasuppen, Müslikuchen und Riegel (die sind toll wenn man mal motiviert werden möchte), Kaffee und als besonderes Schmankerl neben Erbswurst noch 2 Packungen „Globe Meal“ (Fertignahrung, Wasser drauf, fertig… aber in vielen verschiedenen Sorten und echt lecker!). Kurz noch mal zur Babynahrung, das war kein Witz… es gab zum Frühstück jeden Tag Grießbrei mit Butterkeksen (das gibt’s schon so zu kaufen) für Kinder ab dem sechsten Monat mit Trockenobst. Das Zeug ist warm, stopft, hat alles was man braucht, ist einfach in der Herstellung und schmecken tuts auch noch. Für mich auf der Tour ein Allrounder!
Neben der Nahrung mussten wir natürlich auch zusehen das wir genügend Wasser dabei haben. Pro Kopf 3 Liter + 1,5 Liter zum Kochen! Das Wasser kann man auf der Tour übrigens wunderbar auffüllen haben wir festgestellt! So kommt dann also ein Kilo zum anderen und ich hatte schließlich stolze 17 Kilo auf dem Rücken (meine Freundin stand mir mit 14 Kilo aber nur unwesentlich nach)… Eine Hausnummer die man sich erstmal auf der Zunge zergehen lassen muss und die man auch nicht „mal eben“ von Pontius nach Pilatus durch die Nordvogesen schleppt! Hier kommt es drauf an das alles passt! Der Rucksack muss zu Euch passen, gut anliegen, sich quasi mit Euch verbinden! Tut er dies nicht habt ihr ein Problem, dann wird aus einer solchen Tour nämlich eine Tortour und ihr habt mehr Ärger als schöne Momente (wenn ihr es wirklich durchhalten solltet).
Werbecoins…
// April 11th, 2011 // 3 Comments » // Allgemein
Ganz schön lang her dass ich den letzten Blogeintrag verfasste, aber falls es der Eine oder Andere noch nicht mitbekommen hat; es ist Frühling! Das bedeutet das man die Zeit besser nutzen kann als Texte ins www zu feuern. So war auch ich dieses Wochenende mal wieder unterwegs um mir hier und da einige Sehenswürdigkeiten in Form von viereckigen Plastikdosen anzuschauen.
Mein Weg führte mich nach Drolshagen wo es unzählige Multis gibt die ich noch nicht gefunden habe. Ich versuchte mich am „Drolshagener Labyrinth“ (was durchaus wörtlich zu nehmen ist), der „Waldkapelle Hünkeshohl“ und dem „Buscheid“. Die beiden ersten Caches sind wirklich sehenswert und der Weg zur Waldkapelle ist ein Traum! Es geht durch Mischwälder, über Stock und Stein und auch mal Querfeldein um am Ende an einer wunderschönen Kapelle zu stehen die so wirkt als wäre die Zeit um sie herum stehen geblieben! Das Labyrinth ist auch eines, allerdings keins in dem man sich verlaufen könnte, ein schönes Fleckchen welches ich besonders auswärtigen Cachern an dieser Stelle ans Herz legen kann!
Genau bei diesem Cache fiel mir auch eine Coin in die Hände die mir so gar nicht gefallen wollte. Es ist nicht die erste ihrer Art die ich zu Gesicht bekomme und langsam habe ich die Befürchtung, dass es immer mehr werden. Eine Werbecoin! Was man sich darunter vorstellen kann muss ich sicher nicht weiter erläutern (dafür sind auch die Bilder am Ende der Seite da). Mir erschließt sich nicht ganz warum jemand gerade beim Geocaching Werbung für „Erbenermittlung“ oder „Gussstahlteile“ machen muss. Werbebanner, Flyer oder Buttons irgendwelcher Firmen werden oftmals einfach aus dem Cache entfernt, bei Coins siegt allerdings die „Cacherehre“. Ist es nur noch eine Frage der Zeit bis mir Coins vom CVJM, der CDU oder vom Sonnenstudio XY in die Hände fallen?
Am Anfang stand ich dem ganzen Hype ums Geocaching eher gelassen gegenüber, mein O-Ton war „das wird sich von selbst erledigen“, inzwischen sehe ich das alles etwas Anders und durchaus auch mit Sorge. Wenn „die Grünen“ schon auf die Idee kommen „Geocaching“ als Mittel zur „Wahl“ zu missbrauchen kommt das bei der CDU oder FDP sicher auch gut an. Wenn Gemeinden eigene Geocoins verkaufen um Touristen mit einem geliehenem GPS in den Wald zu jagen und Firmen für „Erbenermittlung“ eigene Geocoins auf den Markt werfen muss man sich nicht mehr wundern wenn ewig Multistationen fehlen, Menschen wie die Axt im Walde mit Stages umgehen oder man immer mehr Drecksdosen findet.
Das Hobby verkommt immer mehr zur Massenveranstaltung und es kommen immer mehr Menschen hinzu die das ganze „mal im Urlaub ausprobieren“ möchten. Durch die günstige Variante der Iphone App steht die Tür auch denen offen die das ganze „voll krass bei der letzte Bulle“ gesehen haben. Das unser gemeinsames Hobby natürlich schon längst in der öffentlichkeit angekommen ist brauche ich wohl keinem zu erklären. Rückgängig machen kann man die ganze Sache auch nicht mehr, bleibt zu hoffen das viele Leute die „das ganze voll krass“ mal ausprobieren wollen schnell die Lust daran verlieren.
Ich werde in Zukunft keine Coin dieser Art mehr von A nach B transportieren (vielleicht schreibe ich eine passende Note wie „ein Cache ist keine Werbeplattform“)…
Liebe Grüße
Take nothing but Memories,…
// März 8th, 2011 // 13 Comments » // Allgemein, FAQ
…leave nothing but your footprints!
Diesen schönen und einfachen Spruch sollte man sich ganz besonders für Ruinen, Industriebrachen, alte Häuser und sonstige Geschichtsträchtige Orte merken. Immer wieder wenn ich durch einen solchen Ort streife fallen mir Dinge auf die augenscheinlich von Besuchern hinterlassen wurden. Da stolpert man über Batterien, tritt in hingeworfene Bierflaschen, ärgert sich über Klümpchenpapiere und kann an den Wänden lesen wer schon alles da war. Natürlich kann man sich denken “wo so viel Müll herumliegt machen meine Paar Papierchen nun auch nichts mehr aus”, ich muss dem aber entschieden widersprechen! Ein “Lost Place” lebt für mich auch immer von der Geschichte die das Gebäude hatte und davon wie es verlassen wurde als die Lichter buchstäblich ausgingen. Sicherlich hat niemand ein Snickerspapier in den Eingang der Beelitzer Heilstätten geworfen bevor er gegangen ist, heute (abgesehen davon das Beelitz leider nicht mehr zugänglich ist… dazu später mehr) versinkt man da im Müll! Nicht nur dort auch anderswo muss ich leider immer wieder beobachten wie diverse Gestalten ihren Müll abladen… (auch schon gesehen das die Batterien aus dem GPS in einem alten Brunnen versenkt wurden… ich bin ja nicht hier um jeden in Schutz zu nehmen). Wenn jeder seinen Müll wieder mit nach Hause nimmt bleibt der LP so wie er war und das ist sicherlich auch für die die nach Euch kommen viel interessanter!
Take nothing but Memories…
Das soll nichts anderes heißen als: lasst den Kram den ihr findet da wo er ist! Nicht nur das es illegal ist da Krempel zu klauen, (auch wenn es schon nicht ganz legal ist sich auf manchem Gelände aufzuhalten…) es ist auch einfach eine Frage des Anstandes. Auch wenn man es nicht glaubt, eine Indutriebrache gehört noch irgendwem der wahrscheinlich fieberhaft überlegt was er mit dem Gelände anfangen soll. Vielleicht möchte er die alte Schreibmaschine die ihr gerade unterm Arm raus tragt noch beim Antiquariat verhökern wer weis das schon? Außerdem bilden gerade die kleinen Dinge wunderbare Photomotive! Ich habe zum Beispiel mal zwischen halb zerfallenen Bauten einer ehemals amerikanischen Kaserne ein Dreirad fotografiert…die Stimmung auf dem Bild ist einfach genial! Denkt auch hier wieder an die Leute die nach euch kommen um sich das Gelände anzuschauen. Ein LP hat schon genug mit Kupferdieben zu kämpfen (die teilweise echt ganze Häuser entkernen und Kilometerweise Kabel raus schleppen…) da braucht es nicht noch “Urbextouris” die das letzte bisschen noch verwertbare Material aus der Bude räumen.
Vergiss nicht wo du gerade bist…
LP´s sind immer ein (ich drücke es mal vorsichtig aus) schwieriges Gelände. Unter Umständen seid ihr keine willkommenen Gäste der Anlage und erfüllt den Straftatbestand “Hausfriedensbruch”. Diverse Kollegen von mir wurden dafür schon vor Gericht gebracht und durchaus auch verurteilt! Aus diesem Grund solltet ihr Euch entsprechend verhalten! Leise, unauffällig und vor allem nicht zu übermütig! Ein LP (gerade mehrstöckige Gebäude) ist unter Umständen sehr gefährlich! Es könnten Dich Teile treffen die abbrechen, du könntest einstürzen und in die Tiefe fallen, nicht aufpassen und Dir was brechen… die Möglichkeiten sich auf einem solchen Gelände zu verletzen oder gar umzubringen sind enorm und lassen keine Wünsche offen! Auch möchte ich davor warnen einfach unüberlegt über ehemaliges Militärgebiet zu spazieren, es gab Krieg, es gab Bomben und Munition und selbige liegen zum Teil auch immer noch da wo sie abgeworfen wurden… Nur weil “Hänschen Willmasehen und Jutta Passnichauf” sich in regelmäßigen abständen in Beelitz die Knochen gebrochen haben beschloss der Eigentümer die Bude endgültig dicht zu machen und einen Wachschutz einzusetzen. Davor waren Urbexer, Cacher und Fotografen zwar nicht unbedingt gerne gesehen, aber sie waren geduldet… jetzt ist einer der schönsten LP´s “verbrannt” und das nur weil ein paar Spezialisten die Sache nicht ernst genommen haben.
Am besten Ihr verlasst Euch immer auf den gesunden Menschenverstand und dreht um wenn es Euch zu gefährlich erscheint. Macht ein paar Bilder, schaut euch das Gelände an und geht wieder…aber ohne die Schreibmaschine unterm Arm. Die schönste Warnung die ich übrigens jemals bei einem LP gelesen habe war “Wenn ihr diesen Stollen besucht müsst ihr damit rechnen das die Decke über Euch zusammenfällt und ihr unter hunderten Tonnen Gestein begraben werdet – Viel Glück”
So… das musste mal raus!
Archivierter LP im Pott…
// März 6th, 2011 // 3 Comments » // Touren
Vor zwei Wochen habe ich mich zusammen mit zwei anderen Cachern (und Urbexern) auf den Weg in den Pott gemacht um einen Cache zu finden. Frei nach dem Motto “Sie ahnten ja nicht was ihnen bevorstand” gingen wir recht unbedarft an die Sache heran, es wurde zu einem Trip wie ich ihn nie zuvor erlebte und den ich nie vergessen werde!
Um kurz nach sechs machten wir uns aus dem Sauerland auf dem Weg, der frühe Vogel fängt den Wurm und außerdem mussten wir uns im Schutze der Dunkelheit keine Sorgen machen beim Einstieg beobachtet zu werden. Um kurz nach sieben begann unsere Reise in die Unterwelt und schon beim Einstieg hatte ich das erste mal mit dem Gedanken gespielt einfach ab zu brechen und im Auto zu warten… Nach kurzer Bedenkzeit aber glitt ich den kleinen Abhang der in einem Kabelschacht endete hinunter und war drin…
Drin ist so eine Sache wenn man bedenkt das man sich in einem Kabelschacht mit einer Höhe von weniger als einem Meter befindet, auch die Breite war nicht unbedingt so als das ich sie als angenehm empfunden hätte. Zu allem Überfluss ragten links und rechts Metallteile aus der Mauer und man musste zusehen das man sich den Kopf nicht irgendwo einschlägt (mit Helm allerdings nicht wirklich ein größeres Problem…). Nach vielen schweißtreibenden Metern wurde der Gang höher und nach einigen Schritten tat sich vor uns ein gähnendes Loch im Abgrund auf, als ich die rostigen Sprossen sah die uns in die Tiefe geleiten sollten überlegte ich ein zweites mal ob es nicht besser gewesen wäre wenn ich meinen Plan, im Auto zu warten, in die Tat umgesetzt hätte. Das war bei näherer Betrachtung aber keine Alternative, hatte ich es dich schon bis hier her geschafft.
So ging es also an den Abstieg und mit der Devise “richte den Blick nicht nach unten oder nach oben” klappte das auch ganz gut. Wir fanden uns in einem großen Versorgungsschacht wieder und selten war ich so froh wieder aufrecht stehen zu können. Die Luft war zwar stickig, feucht und es roch nach Rost und Moder aber hey, auch mir war langsam klar dass ich hier nicht auf einer Kaffeefahrt gelandet war… “Nun also nur dem Gang folgen und Augen offen halten richtig?” “Richtig!”. Astrein, solche Gänge können ja so schwer nicht sein dachte ich und lief los. Einige Meter (ich kann leider keine genaueren Angaben machen da ich wirklich die Orientierung und den Blick fürs Wesentliche verloren hatte) glaubte ich auch noch daran das diese Etappe nicht so schwierig werden würde, bis wir um eine Kurve bogen, der Gang schmaler und vor allem tiefer wurde und wir nurnoch hockend bzw. kriechend weiter kamen. Gut, dann also nun so weiter (warum auch nicht…). Der Gang (sagen wir lieber Schacht) wollte kein Ende nehmen und Verschüttungen bzw. Einbrüche machten den Weg weder angenehmer noch einfacher. Nach einiger Zeit wurde der Hinweis gefunden und es ging weiter… wieder vorbei an Engstellen, rostigen Leitungen, Kabeln und Eisenhaken auf Kopfhöhe. Dann jedoch wurde ich wirklich überrascht! Nach einer kleinen Kletterpartie standen wir in einer großen Halle, hier und da stand technisches Gerät, ein Feuerlöscher rostete an der Wand vor sich hin und die Deckenhöhe des Vollgefliesten Raumes betrug locker fünf bis acht Meter, imposant und einfach der Wahnsinn! Zwei Türen (es waren eher Durchgänge) führten in weitere Hallen und wir entschieden uns vorerst für den rechten Weg. Dieser führte uns in eine ehemalige Elektroabteilung! Schaltschränke wohin das Auge blickte, Trafos, ein Bedienstand und zahlreiche Sicherungskästen, ich war absolut erschlagen und musste erstmal Schlucken.
Nachdem auch dort alles erkundet war ging es in die andere Richtung. Kleine verschachtelte Räume, moderndes Interiör und… eine Zelle für französische Kriegsgefangene. Wieder wurden mir die Gräueltaten des Krieges vor Augen geführt und meine Gedanken kreisten um Zwangsarbeit, Leid und Hass. Ich hielt kurz inne und sah zu wieder rückwärts hinaus zu gehen. Nicht etwa weil es etwas Schlimmes zu sehen gegeben hätte, sondern weil ich (auch wenn ich nichts für meine Vorfahren kann) großen Respekt vor solchen Orten habe und ich nicht einfach so tun kann als wäre nichts gewesen. An solchen Orten gab es Leid und Elend und ich kann nicht einfach da herumtrampeln (nur mein persönliches Empfinden). An anderer Stelle konnte dann der Hinweis lokalisiert werden und es ging den ganzen Weg zurück an die Oberfläche. Beim Aufstieg zurück (wir erinnern uns an die rostigen Sprossen) sah ich wieder nicht nach unten. Ich fragte mich allerdings warum mir der Weg rauf etwa doppelt so lang vorkam wie runter…
Draußen angekommen zog ich erstmal die frische Luft ein, Herrlich! Ein Begleiter (der sich gerade die Hände in einer Pfütze gewaschen hatte. zwar hatten wir Handschuhe für sensible Stellen dabei, aber hier und da hat man sich dennoch eingesaut…) schaute auf selbige und meinte er wäre wieder gesellschaftsfähig! Ja, Ne iss Klar! Wir waren voll mit Schlamm, stanken nach einem Rost und unsere Gesichter sahen aus wie die von einigen Kumpels nach Schichtende, aber wenigstens waren die Hände “gesellschaftsfähig”. Person 1 meinte dann “Gut, dann nun also zum Final!” P2 “kann schon sein!” P3 “Mir fehlen aber noch son paar Bilder aus dem Listing, schaut mal der schmale Durchbruch da vorne!” P1+2 “ne oder…?”
Oh doch, als ersten schickten wir jedoch den kleinsten und jüngsten (wir sind ja keine Unmenschen) vor um die Lage zu sondieren. Dieser bestätigte dann auch zu unserer Ernüchterung das es dort weiter ging und wie machten uns wieder auf den Weg in die Unterwelt! Der Einstieg fiel mir hier deutlich leichter und auch wenn man nach einem kurzen Kriechgang klettern musste ging es ganz gut von der Hand. Hier befanden wir uns also in der ehemaligen Schlackeabfuhr des Gußstahlwerkes (das haben meine Recherchen im Nachhinein ergeben).
Schier endlos hohe Decken, riesige Schüttrutschen, Gleise, eine verwaiste Schubkarre und Ware die niemals abgeholt wurde begleiteten uns auf dem Weg durch die Dunkelheit, die nur durch unsere Lampen gebrochen werden konnte. Die bedrückende Kulisse wurde vom Tropfen des Wassers, den Geräuschen Herhabfallender Kleinteile und dem Geruch von Rost noch deutlich unterstrichen und ein weiteres mal hielt ich die Idee im Auto zu warten für durchaus angebracht. Aufgeben, nach all dem? Das konnte ich irgendwie nicht einfach so und so ging es weiter zum nächsten Hinweis. Wieder ging es eine Leiter hinunter und wieder fanden wir enge, schier endlose Gänge vor. Der nächste Hinweis blieb uns dann verborgen (Heute weis ich das wir auf der richtigen Spur waren, den Hinweis aber nicht erkannten).
Nachdem wir dann noch vergeblich gesucht haben ging es auf eine Erkundung ohne Dose. Wir fanden weitere Räume, Mauern, Gänge und Gewölbe! Eine Schusterwerkstatt, einen Helm aus dem zweiten Weltkrieg, zahlloses technisches Gerät und standen auf dem Final… ohne es zu finden! Wir haben uns quasi 5 Stunden abgekämpft ohne unsere Unterschriften und Stempel ins Logbuch schreiben zu können, haben den gesamten LP gesehen und sind eine Station vorm Final aufgrund eines Formfehlers gescheitert… Was es aber gab waren spannende Momente, tolle Erlebnisse, eine absolute Grenzerfahrung, viel zu sehen und noch mehr zu entdecken. Am Ende fragte ich mich dann noch ob die die Hose die ich anhatte gleich verbrennen oder doch noch waschen soll. Wir wollten den Cache am einem anderen Tag noch zum Ende bringen, die Archivierung kam leider dazwischen…
Sollte sich nun jemand darüber aufregen das ich diesen Cache hier dermaßen beschreibe kann ich nur sagen: Die Dose liegt im Archiv und das ist (nüchtern betrachtet) sicherlich auch vernünftig und nachvollziehbar! Ich wollte kein Owner einer solchen Dose sein weil ich einfach nicht die Verantwortung dafür übernehmen wollen würde. Vielleicht findet sich noch ein Owner der das ganze wieder belebt aber selbst dann weis niemand (der nicht schon da gewesen ist) um welchen Cache es hier geht!
Liebe Grüße (oder für alle Insider) Frohe Weihnachten!
Review: Maxpedition Jumbo Versipack
// Februar 5th, 2011 // 2 Comments » // Allgemein
Schon seid längerer Zeit suchte ich eine geräumige Umhängetasche mit vielen Fächern. Sie sollte stabil, robust, gut verarbeitet und unempfindlich gegenüber Schmutz sein, außerdem sollte sie möglichst nicht viel kosten… Als ich dann ein Angebot bei einem großen Ausstatter für Outdoorspielereien sah und das Versipack „nur“ 69 statt der üblichen 100 kosten sollte habe ich nicht lange nachgedacht sondern gleich bestellt. Nach ein paar Tagen Wartezeit hielt ich dann das lang ersehnte Paket in den Händen und habe sofort meine alte Tasche ausgepackt um alles umzuladen…
Das Platzangebot der Tasche hat mich schier umgehauen. Ich habe meine Grundausstattung locker in den vielen Fächern unterbringen können und hätte sogar noch Platz für weitere Spielereien (beispielsweise einen kleinen Kocher oder ähnliches). Ich habe acht Fächer für allerlei Krimskrams finden können, dazu kommt noch ein Fach für eine Getränkeflasche. Das innen liegende Hauptfach hat ein eingearbeitetes Netz in dem man wunderbar Kleinigkeiten unterbringen kann die so nicht im großen Innenraum herumfliegen und die man schnell griffbereit hat wenn man sie braucht. Von den acht Fächern lassen sich fünf mit Reißverschluss verschließen. Das Hauptfach kann man einmal über eine Kordel zuschnüren (lässt kein Wasser eindringen, wie beim Wanderrucksack) und einmal mit Hartplastik Clip verschließen. Die übrigen Fächer sind nach oben offen so dass man bequem hineingreifen kann. Außerdem finden sich überall Stoffschlaufen für Stifte, Karabiner oder sonstigen Kleinkram den man mittels eines Clips irgendwo anbringen kann. Sollte sich noch ein Fach finden lassen werde ich Euch natürlich darüber informieren und das ganze entsprechend ändern.
Von der Verarbeitung war ich angenehm überrascht. Die Nähte sind doppelt vernäht und das Material (Nylon, beschichtet mit einer Teflonbeschichtung gegen Schmutz) macht auf mich einen guten und stabilen Eindruck! Die Schnalle auf der Vorderseite zum öffnen und schließen des Hauptfaches hat eine angenehme Größe und liegt gut in der Hand. Ohne großen Kraftaufwand lässt sie sich öffnen und schließen ohne dabei laute Geräusche von sich zu geben (das typisch klackende Geräusch von billigen Taschen und Rucksäcken fehlt hier absolut!). Man kann das Band der Schnalle außerdem individuell einstellen um das Hauptfach zu vergrößern bzw. zu verkleinern, so hat kann man für jede Situation die persönliche Anpassung vornehmen. Hat man wenig in der Tasche verstellt man das Band und kann so sichergehen das die Dinge im inneren nicht hin und her fliegen, benötigt man mehr Platz stellt man einfach die Schnalle dementsprechend ein.
Durch die gepolsterte Rückseite des Versipack lässt sich die Tasche angenehm tragen. Wir finden drei Polster im Taschenbereich und eines für den Nacken. Das Nackenpolster lässt sich individuell verschieben oder entfernen und ist neben den Polstern mit 2 gummierten Streifen versehen, diese verringern das wegrutschen damit es da bleibt wo es hingehört. Der Tragegurt mit einer breite von fünf Zentimetern fühlt sich gut an und verteilt das Gewicht sehr gut auf der Schulter. Am Gurt selbst finden wir noch einen Karabiner aus Plastik (wohl für Handschuhe gedacht, fasst aber auch prima ein GPS), eine Schnalle zum öffnen und schließen (sehr praktisch wenn man die Tasche aus irgendwelchen Gründen schnell mal los werden muss) und eine Schlaufe aus Hartplastik zum verstellen der Länge. Durch den Atmungaktiven Stoff des Gurtes kam ich auch bei schweißtreibenden Passagen gut mit der Tasche zurecht.
Auf der Vorderseite der Tasche findet sich ein breiter Streifen aus Klett, dieser ist wohl für diverses Maxpedition Zubehör gedacht (Beispiel: das „Universal Modular-Holster“, mit diesem Holster können Kurzwaffen mit schneller Zugriffsmöglichkeit verdeckt getragen werden.). Ob man nun Kurzwaffen transportieren möchte wage ich zu bezweifeln (meistens beruhig es einen ja auch das man es KANN) aber für Namensschilder oder Ähnliches wird es sicherlich auch bei mir einen sinnvollen Nutzen finden.
Wem das Jumbo Versipack allein nicht ausreicht, der kann über einige Erweiterungen (diverse kleinere Taschen, Holster, Halter) nachdenken die sich entweder an der Tasche selbst oder dem Schultergurt befestigen lassen. Allerdings sehe ich (außer einer Tasche fürs GPS bzw. PMR) keinen Handlungsbedarf die Tasche noch zu erweitern.
Maße: (laut Hersteller)
Abmessungen Hauptfach: ca. 23 x 23 x 7,5 cm mit zwei Teilern
Abmessungen Frontfach: ca. 18 x 16,5 x 4 cm mit Netzteiler und Schlüsselhaken
Abmessungen Seitenfach: ca. 15 x 9 x 5 cm
Abmessungen Seitenfach: ca. 18 x 9 cm Durchmesser, komprimierbar
Abmessungen Deckelfach: ca. 16,5 x 7,5 x 2,5 cm
Fazit: Ich würde mir die Maxpedition Jumbo jederzeit wieder kaufen. Sie ist stabil, schmutzabweisend, regensicher, bietet enorm viel Platz, sieht gut aus und lässt sich angenehm tragen. Schwachstellen habe ich keine gefunden und Dinge die mich ärgern blieben auch verborgen. So hoffe ich dass ich lange lange Spaß mit dieser Tasche haben werde.
(Ich bitte darum mir zu verzeihen das ich so oft das Wort „Fächer“ bzw „Schlaufe“ verwendet habe. Ersteres spricht dafür das die Tasche wirklich EINIGE davon hat und zweiteres ließe sich außer mit „Clip“ nicht anders umschreiben)
Liebe Grüße
*Solltest Du über Google hierher gefunden haben hinterlasse doch bitte einen Kommentar wenn Dir das Review geholfen hat.
Secret Boxes mit eigenem Song!
// Februar 3rd, 2011 // 6 Comments » // Allgemein
Ich hätte es ja niemals für möglich gehalten… Da wird man ein Jahr alt und bekommt einen Song spendiert. Danke vielmals an Knipperdolling07 für seinen Einfallsreichtum, die Zeit, das Aufnehmen… Ich war ja richtig gerührt… (zum Dank werde ich die Tage mal etwas einbauen was Du schon einmal verzweifelt gesucht hast…). Das hier ist zwar nun der kürzeste Blogeintrag den ich jemals getippt habe ABER… dafür gibts was auf die Ohren! Die Melodie ist übrigens von den “Monsters of Liedermaching” vom Titel “Sususu”
Secret Boxes wird 1!
// Februar 3rd, 2011 // 8 Comments » // Allgemein
Heute vor einem Jahr habe ich den ersten Post dieses Blogs geschrieben. “Dieses Blogs” ist geschummelt: den ersten Artikel dessen, was dann zu diesem Blog geworden ist. Es ging um Schnee und darum das ich keine Dosen finden konnte. Heute schaue ich aus dem Fenster und sehe Schnee, möchte keine Dosen finden und habe mit erschrecken festgestellt das Secret-Boxes ja Geburtstag hat! Bloggeburtstage gibt es sicherlich viele und jeden Tag wird wieder irgendein Blog ein Jahr älter. Ich möchte auch sicherlich nicht jedes Jahr einen eigenen Blogeintrag verfassen in dem ich mich und dieses Projekt was ich ohne rechte Ahnung begonnen hatte zu feiern.
Der erste Geburtstag jedoch ist etwas besonderes. Zum einen weis man nun das einem die Sache Spass macht und zum anderen bekommt man Resonanz! Als ich vor einem Jahr begann hatte ich noch keinerlei Ahnung von der Bloggerei, es war für mich eher ein Tagebuch 2.0 und ich hatte nicht die rechte Hoffnung gelesen zu werden. Heute bin ich wirklich zufrieden! Na ja, zufrieden mit einem Hirn voller Ideen und halbangefangenen Projekten, aber seit gestern Abend immerhin mit einem aufgeräumten Schreibtisch.
Besonders freue ich mich über den tollen Austausch hier im Blog und anderswo, ob es über Kommentare, Mails oder sogar zwischen echten Kaffeetassen ist. Durch diesen Blog durfte ich viele nette Menschen kennen und schätzen lernen und es sind gar echte Freundschaften entstanden (gell Knipp?!). Das alles weil ich es mir in den Kopf gesetzt hatte den Stift gegen eine Tastatur und das Stück Papier gegen einen Monitor einzutauschen. Ich bereue nichts!
Natürlich ist es als neuer Blog nicht einfach gelesen zu werden, man hat mit Vorurteilen zu kämpfen und damit das man der (geschätzt) zwanzigmillionenste Blog im www ist der sich mit dem Thema Geocaching befasst. Nun kann man auf der Welle mitschwimmen, alle Updates in seinem Blog stapeln, die neusten Caches der Region auflisten oder ein reines Tourentagebuch schreiben. Danach jedoch steht mir nicht der Sinn und das wird man auch weiterhin vergeblich suchen. Ich habe meinen eigenen Stil und davon lebt auch dieser Blog. Für Updates oder Statusmeldungen gibt es genügend andere. Nicht das ich solche Informationen nicht zu schätzen weis nein! Es ist für mich einfach eine Qual derartige Texte zu verfassen, deswegen danke ich mal all den Menschen die mich mit derartigen Informationen füttern.
Aber mein Blog ist nichts ohne meine Leser, die mir immer wieder einen Grund geben weiter zu machen, die mir Infos zuschicken und mich zum nachdenken bringen. Die mir Ideen für neue Artikel liefern und mich mit Ihren Kommentaren zum weitermachen anspornen. Ihr seid der Grund warum die Idee des “Tagebuch 2.0″ zu eben dem wurde was es nun ist, einem Blog! Für all Eure Kommentare, Mails, PN´s, Tweets, das Lesen dieser Seite und das weiterempfehlen und unterstützen möchte ich mich herzlich bedanken!
Außerdem danke ich (ich fühle mich ja gerade wie bei den Oscars… gut, das hier ist jetzt nicht ganz so wichtig wie der “begehrteste” Filmpreis der Welt aber naja…) dem Moenk! Man fragt sich nun sicherlich was mein Blog mit der grünen Hölle zu tun hat außer das man dort rechts einen kleinen Link findet. Es ist ganz einfach. Durch das Geocaching Portal und die grüne Hölle bietet er eine wunderbare Grundlage um kleinen Blogs Auftrieb zu geben ohne dabei Werbung zu machen. Durch seine Blogroll finden die Menschen hier hin und mit etwas Glück lande ich daraufhin in einem Feedreader und werde weiterempfohlen. Ohne eine solche Grundlage muss man sich seinen Leserkreis über einen viel größeren Zeitraum aufbauen und verliert eventuell die Lust.
So genug der Danksagungen… kommen wir mal zu ein paar Fakten! Durch “Semmelstatz” kann ich sehen wie viele Menschen meinen Blog am Tag, in der Woche, im Monat oder im Jahr anschauen und welche Themen sie am meisten interessieren. Mindestens genauso interessant ist es aber das ich sehen kann wie man mich über Google gefunden hat. Hier ist meine Top 3 (Reihenfolge rein zufällig):
- Tieps erstes mall
- Notdurft verschenken
- Rezept mit ganze Kinder
Irgendwie wundert mich nichts mehr so wirklich, aber ich habe Tränen gelacht!
Insgesamt wurden bisher 61 Artikel veröffentlicht. Das ist sicherlich nicht die Masse wie andere es vorlegen aber darüber mache ich mir eigentlich die wenigsten Gedanken, wenn ich Lust oder ein schönes Thema habe gibt es einen Blogeintrag, wenn nicht dann nicht! 31276 Besucher haben den Weg auf meine Seite gefunden und DAS kann ich wirklich kaum glauben und irgendwie macht mich das schon ein wenig verlegen *g* Dankeschön! Achso, diese 31276 Besucher sind verantwortlich für 75432 Hits und 238 Kommentare. Insgesamt wurden 432 Spamkommentare abgewehrt (erschreckend…) und knapp 30 von mir per Hand gelöscht. Und nun ist auch Schluss mit der beweihräucherung!
Wie wird es weitergehen? Es wird so weitergehen wie bisher. Ich werde hin und wieder ein kleines Video drehen und vielleicht findet auch mal ein Podcast den Weg auf diese Seite. Ich werde jedoch nicht dazu übergehen das ganze nur noch zu fabrizieren, für solche Fälle gibts die Dosenfischer oder den Herrn Schweigert und die können eben genanntes viel besser und eleganter als ich. Auch am Design wird nicht geschraubt denn das hat sich bewährt. Die einzige Änderung kann man in einiger Zeit höchstens in der Qualität der Bilder ausmachen, da habe ich mich schon immer für interessiert und es wird Zeit das ich mal langsam was tue… Außerdem werde ich im Sommer wohl noch den einen oder anderen Outdoorspass der nichts mit Geocaching zu tun hat (etwa: “wie baue ich einen Backofen in der Natur” oder “Kann ich mit der Lupe wirklich Feuer machen”) mit einfließen lassen. Der FAQ Bereich wird dann auch noch ausgebaut (Trackables loggen, Caches along a Route usw.) um Anfängern die durch Zufall hier aufschlagen ein paar Dinge mit an die Hand zu geben.
Um es mit Jochen Busse zu sagen:
Bleiben Sie uns gewogen!
Basti
*Dieses Bild wurde von http://www.free-ecards.internetcityservice.com heruntergeladen und verwendet!
Muss man wirklich ALLES bedosen?
// Februar 1st, 2011 // 11 Comments » // Allgemein
Mit der “Gotteshäuser” Serie fing es an und inzwischen zieht es sich weiter bis hin zur Serie “Häuser der Helfer”. Es werden Dosen gelegt auf gedeih und verderb und inzwischen kommt so mancher Owner auf die glorreiche Idee auch Polizeistationen** mit Filmdosen zu versehen. Das ein solcher Ort ähnlich sensibel sein dürfte wie eine Kaserne oder eine Botschaft dürfte dem normal denkenden Menschen klar sein und ich freue mich schon auf den ersten DNF “Wurde von zwei Beamten mit vorgehaltener Waffe in Handschellen abgeführt und verhört bis ich ihnen erklären konnte das es sich nicht um eine Bombe sondern um einen Cache gehandelt hat”.
Es ist ja schön und gut das man nette Gebäude mit einem Döschen versieht aber meint Ihr nicht das eben solche Häuser (Beispielsweise eine Feuerwache mit viel Fachwerk oder eine gothische Kirche) ohnehin eine Dose oder eine Station in einem Multi abbekommen hätte? Wann versteht der letzte das die Fertiggarage des Bottroper Kanarienvogel Zuchtvereins nicht umbedingt ein Ort ist den man gesehen haben muss? Bei der “Gotteshäuser” Serie kann ich ja zum Teil die Beweggründe noch nachvollziehen, es gibt nunmal (gerade in Deutschland) viele schöne Kirchen die ich mir auch durchaus gerne anschaue und die mich architektonisch interessieren. Warum man aber Feuerwehrhäuschen, Polizeistationen, Geräteschuppen vom DLRG und Garagen der Wasserrettung vermienen muss entzieht sich meiner Kenntnis völlig. Soweit ich es verstanden habe dient die Serie dazu die Helfer zu “Ehren” (ein kleiner Auszug aus der beschreibung eines “Häuser der Helfer”Caches):
Diese Serie soll die Domizile derjenigen ins Rampenlicht rücken, die 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr für die Sicherheit für Deutschlands Bürger sorgen. Gleich ob Feuerwehr, Rettungsdienste, Polizei oder THW: all diese Organisationen, die im Ernstfall Hand in Hand arbeiten, möchten wir mit dieser Serie vorstellen.Angelehnt an die bekannte „Gotteshäuser“- Serie ist unser Ziel die „Häuser der Helfer“- Serie im ganzen Land zu verbreiten. Wir würden uns sehr freuen, wenn daher viele unserer Idee folgen und sich dieser deutschlandweiten Serie anschließen.
Aber mal im Ernst… Ich glaube kaum das irgendjemand der den schnellen Statistikpunkt mitnimmt sich Gedanken darüber macht was diese “Helden des Alltags” für sie tun. Auch verstehe ich nicht was es mit Ehre zu tun hat wenn ich mir einen Betonklotz anschauen soll wo man höchstens ein Marmeladenglas (2 dieser Caches habe ich gemacht… bei beiden lag eben ein solches Glas) oder eine Filmdose findet. Ein Cache wertet ein solches Gebäude nicht auf und es wird auch durch einen Petling nicht schöner.
Natürlich kann man solche Caches ignorieren (wie ich es mir angewöhnt habe) aber es gibt genügend Leute die das eben nicht machen und die den schnellen Punkt gerne mitnehmen. Vielmehr bereitet mir Sorge WAS man da bedost. Da sind wir dann wieder bei der Polizeistation und meinem Horrorszenario von den beiden Beamten die sich zu Recht die Frage stellen was die Personen da in unmittelbarer Nähe zu suchen haben… Ich denke schon das diese Menschen äußerst sensibel sind was das “herumwerkeln” an oder um Ihren Arbeitsplatz angeht und möchte mir nicht vorstellen was passiert wenn solche Dosen zur Gewohnheit werden. Ich komme doch auch nicht auf die Schnapsidee eine Munitionskiste an einer JVA zu deponieren (obwohl das sicher auch ein “Haus der Helfer ist”).
Manchmal sollte man vielleicht einfach den Kopf anschalten und sich Fragen ob die Bushaltestelle, Telefonzelle oder der besungene Müllcontainerstellplatz wirklich Dosen verdient haben. Solange dieser Groschen bei einigen nicht fällt wird es weiterhin solch nutzlose Dosen geben wo selbst ich den Begriff Müll in den Mund nehme. Mit Spannung erwarte ich also die “Orte der Notdurft” Serie wo man dann die besten öffentlichen Toiletten und Pi…ecken präsentiert bekommt.
Herzlichst
Ihr Sebastian S.
**Quelle: www.dosensucher.de
